Liebe Gemeindemitglieder, Besucher und Interessierte,
wussten Sie, dass Empathie ein umstrittener Begriff geworden
ist? Mitgefühl gilt nicht mehr selbstverständlich als positiv
oder auch als christlich. Bücher wie „Toxische Empathie“ oder
gar „Die Sünde der Empathie“ werden vor allem in den USA
heiß diskutiert, aber auch hierzulande gerät das Mitgefühl in
Misskredit.
Warum? Weil Empathie gefährlich ist.
Empathische Menschen lassen sich nicht aufhetzen. Sie lassen
sich nicht einreden, dass eine Gruppe schlechter sei als die
andere. Sie lassen sich nicht anleiten, andere auszubeuten. Sie
lassen sich nicht zu Leistung um jeden Preis antreiben.
Ja, Empathie ist revolutionär.
Und wenn auch Sie Empathie-Revoluzzer sein wollen, habe
ich ein ebenso einfaches wie erprobtes Hilfsmittel für Sie:
Geschichten.
Geschichten lassen uns in fremde Welten eintauchen;
wir sehen durch die Augen anderer und machen uns
ihre Gedanken zu eigen. Geschichten sind Empathie-
Trainingslager.
Ob im Lieblingssessel, in der Bahn oder in der Badewanne. Ob
Sie im Sonntagsgottesdienst Geschichten aus der Bibel hören,
in der KÖB ein gutes Buch ausleihen oder im JAM am 13.11.
mit uns über Geschichten nachdenken: Ich wünsche Ihnen
viel Spaß dabei.
Aber Vorsicht: Es könnte Ihr
Weltbild verändern!
Eine segensreiche Zeit,
Tobias Wolf, Gemeindereferent